Endlich wieder mehr am Meer – Wochenende in Kühlungsborn


Im Oktober diesen Jahres war ich zum ersten Mal in meinem Leben in Kühlungsborn. Eigentlich unvorstellbar, da ich aus der Gegend komme und es wirklich ein total schöner Ort ist. Es war also klar: Das musste sich ändern! Über ein Wochenende habe ich Kühlungsborn erkundet und kann euch nun meine besten Tipps mit auf den Weg geben.

Unser Hotel war wundervoll! Im Morada Resort hatten wir ein Zimmer – mit perfektem Meerblick. Wenn ihr morgens aufwacht, das Fester aufmacht und sofort Meeresrauschen und Möwen hört, dann wisst ihr, ihr seid im Urlaub angekommen. Es war traumhaft und wir hatten sogar einen kleinen Balkon, auf dem wir einmal einfach saßen und für eine halbe Stunde nur aufs Wasser blickten und total entspannen konnten. In wenigen Schritten waren wir am Meer, direkt an der Seebrücke.

Als wir sahen, dass eine Ostsee-Mini-Kreuzfahrt von Kühlungsborn aus angeboten wurde, entschieden wir ganz spontan mitzufahren. Wir stiegen also in die MS Baltica und fuhren in Richtung der Halbinsel Wustrow. Der Innenraum des Schiffs ist schön eingerichtet und total gemütlich. Auf den Tischen findet ihr Karten mit eingezeichneter Route, was ich toll fand, da ich so genau wusste wo ich mich gerade befand. Während der rund zweistündigen Fahrt könnt ihr euch leckeres Essen oder einen Kaffee holen und gemütlich sitzen – ich hatte köstlichen, warmen Milchreis mit Zimt und Zucker. Es gibt auch einen Bordshop, an dem ihr zum Beispiel Sanddorntee oder Whiskey kaufen könnt! Jede zweite Woche findet sogar ein Whiskey-Tasting auf dem Schiff statt.

Nachdem es am ersten Tag noch etwas regnete, hatten wir danach total Glück mit dem Wetter. Bei Sonnenschein konnten wir einen Strandspaziergang machen und den Ausblick aufs brausende Meer genießen. Am besten nehmt ihr euch Mütze und Schal mit, wenn ihr im Herbst an der See unterwegs seid. Ich musste mir letztendlich dort eine Mütze kaufen, um ein bisschen vom Wind geschützt zu sein. Dann war es aber einfach schön, die frische Meeresluft im Gesicht zu spüren! Wir konnten am Strand entlang schlendern und eine Möwe sehen, die einen riesigen Fisch fing – schaut mal, was für irre Bilder dabei entstanden sind!

Eine Empfehlung von mir ist eine Fahrt mit der Molli Bahn. Die alte Dampflok, die originalgetreu erhalten und aufwändig rekonstruiert wurde, fährt von Kühlungsborn nach Bad Doberan und ihr könnt kurzfristig, vor Ort eure Karte kaufen. Die Fahrt dauert etwas über eine halbe Stunde und in den rustikalen Wagons der Molli Bahn fühlt ihr euch in eine ganz andere Zeit versetzt. Bad Doberan ist schon seit fast 200 Jahren ein anerkannter Kurort mit vielen Attraktionen – bei den Cafés, der modernen Kurklinik und der Sommerrodelbahn ist für jedes Alter etwas dabei.

In Bad Doberan angekommen, besuchten wir zunächst das Münster. Dieses wurde bereits in 1368 geweiht und gilt mit seiner hochgotischen Bauweise und der mittelalterlichen Innenausstattung als „Perle der norddeutschen Backsteingotik“. Wir haben das Münster selbst erkundet und von innen und außen bestaunt. Es kostet für Erwachsene 3€ das Münster zu besuchen (Stand 10/19), was sich meiner Meinung nach wirklich lohnt. Wenn ihr lieber noch mehr Informationen erhalten wollt, könnt ihr als Einzelperson oder als Gruppe auch an einer allgemeinen Münsterführung oder einer Deckengewölbe-, Turm- und Glockenführung teilnehmen.

In der Bäckerei Sparre habe ich dann eine köstliche Sanddorntorte gegessen, was ich wirklich nur empfehlen kann, wenn ihr im Norden unterwegs seid – diese Torte ist so köstlich! In dem Café könnt ihr wunderbar gemütlich sitzen, es ist total schön eingerichtet und wenn ihr Glück habt, werdet ihr sogar mit Livemusik beglückt – es gibt nämlich ein Klavier, an dem oft ein Pianist sitzt. Direkt vor den großen Schaufenstern verläuft außerdem die Strecke der Molli Bahn, ihr habt also einen tollen Ausblick beim Kaffee trinken. Während wir unseren Kaffee und Kuchen genossen, merkten wir, dass es mit dem Fahrplan der Bahn einen Fehler geben musste. Ich hatte mir in Kühlungsborn den Plan abfotografiert und eigentlich hätten wir noch mehr als genügend Zeit gehabt – trotzdem konnten wir vom Café aus sehen, wie draußen die Molli Bahn (viel zu früh) an uns vorbei fuhr. Nun ja, es war nicht so schlimm. Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, entspannt zu Ende gegessen und dann auf die nächste Bahn gewartet, die elf Mal am Tag die Strecke fährt.

Während unserer Wartezeit konnte ich die schöne Stadt noch ein wenig erkunden und auf einem kleinen Flohmarkt einen super leckeren Rapshonig kaufen. Ich liebe Honig und musste natürlich ein Glas mitnehmen. Was mich auch beeindruckt hat war, dass es hier im Supermarkt von der Marke „Berufsimkerei Honigdieb“ einen Kornblumenhonig zu kaufen gab. Diese Sorte findet man in Deutschland nicht so einfach und ist wirklich etwas Besonderes!

Wenn ihr in Kühlungsborn lecker Essen gehen wollt, empfehle ich euch die Alte Backstube. Die Kneipe ist mit dem alten Steinboden, den holzverkleideten Wänden und den leicht verblassten Bildern richtig urig. Unten, in einer Art „Keller“ ist richtig viel Platz, so dass ihr auch mit Gruppen herkommen könnt. Ich aß hier Dorsch mit Bratkartoffeln und Salat und war begeistert! Es war super lecker und noch dazu wirklich preiswert. Dazu solltet ihr ein Störtebeker Bier trinken, welches in der Region hergestellt wird. Einfach köstlich!

Generell lohnt es sich kulinarisch natürlich Fisch an der Ostsee zu essen! Egal, ob gegrillt, als Fischbrötchen oder Matjes…Am Strand habt ihr überall die Möglichkeit frischen Fisch zu genießen.

Alles in allem ist die Ostsee wirklich wunderschön und ich fahre immer wieder gerne ans Meer. Wenn ihr nun auch Lust auf Meer bekommen habt, schaut gerne bei unseren Gruppenreiseideen für die Ostsee vorbei.

Bis bald,

Steffi Träger | Profi für Vertriebsinnendienst Nord