California Dreaming


Auch wenn unsere unglaublich schöne und eindrucksvolle USA-Reise nun schon etwas her ist, bin ich noch immer hin und weg, wenn ich daran zurück denke. Im ersten Teil meines Reiseberichts habe ich euch schon von meinen Abenteuern im wilden Westen, vom Sonnenuntergang überm Grand Canyon und meinen Naturhighlights erzählt.

Heute will ich euch davon berichten, wie es für uns vom Grand Canyon aus weiter ging, über ein Stück der historischen Route 66 bis nach LA! Seid gespannt auf einige Eindrücke aus Arizona und dem wundervollen Golden State Kalifornien.

Mit Vollgas über die Route 66

Die historische Route 66 war ursprünglich fast 2500 Meilen lang und ist heute noch teilweise befahrbar. Unser mega cooler Mietwagen, ein Dodge Challenger , war das perfekte Auto, um vom Grand Canyon aus in Richtung LA zu fahren. Ein Teil des Weges führte uns über die historische Strecke, die „Mother Road“ der USA. Wer den alten Flair der Route 66 hautnah erleben will, der sollte einen Stopp in Seligman machen. Überall stehen alte Autos und Motorräder, historische Straßenschilder sind aufgebaut und ihr könnt zahlreiche Souvenirs kaufen, die an die alte Strecke erinnern. Auch kommt es hier vor, dass mal ein waschechter Cowboy auf einem Pferd angeritten kommt.

Auch wenn man bei solch einer Reise so wenig Zeit wie möglich verschwenden möchte, raten wir euch nicht gleich bis nach Los Angeles durchzufahren, sondern auf jeden Fall eine Zwischenübernachtung zu planen. Die Strecke führt recht lange durch langweilige Einöde und durch die überall vorhandene Geschwindigkeitsbegrenzung zieht sich die Fahrt noch mehr. Wir sind für eine Nacht in Indio geblieben, was sich super anbietet. Nach einem langen, anstrengendem Tag, der für uns schon bei Sonnenaufgang um 4:30 am Grand Canyon begonnen hatte, waren wir unglaublich froh, als wir uns erschöpft ins Bett fallen lassen konnten.

LA, here we come!

Das erste, was wir vor Ort über Los Angeles gelernt haben, ist, dass man vor allem eins braucht: Geduld. Egal zu welcher Tageszeit, in irgendeinen Stau gerät man immer! Wenn dann auch noch Rush hour ist (ca. 5 – 10 Uhr und 15 – 19 Uhr), kann eine Strecke von eigentlich 30 Minuten auch schnell mal eineinhalb bis zwei Stunden dauern. Plant also genügend Zeit für die Anfahrt ein, wenn ihr z.B. pünktlich bei einer Führung sein wollt.

In 300 Metern Höhe auf dem Mount Hollywood, mit unglaublichem Ausblick auf die Stadt, liegt das Griffith Observatorium. Von hier aus könnt ihr, besonders bei schönem Wetter (das wir leider nicht hatten), wundervoll weit über Los Angeles blicken. Hier haben wir auch zum ersten Mal das berühmte Hollywood Sign gesehen, dazu aber später mehr!
Das Gebäude ist Planetarium und Sternwarte mit dem Anspruch, jedem den Blick ins Universum zu ermöglichen. Der Eintritt ist also frei und abends kann man, ebenfalls kostenlos, mit einem Teleskop einen Blick in die Sterne werfen. Für einen Preis zwischen $3.00 und $7.00 könnt ihr eine der Planetarium Shows
anschauen, die täglich zu vielen verschiedenen Zeiten gezeigt werden. Doch auch wenn ihr „nur zum Gucken“ zum Observatorium geht, ist es einen Besuch wert. In 1935 wurde das beeindruckende Kuppelgebäude fertig gestellt, hat seitdem über 70 Millionen Besucher empfangen und war Kulisse von zahlreichen Filmen und Serien, wie Charlie’s Angels, Terminator, Transformers und La La Land. Wir können es nur empfehlen!

Der Santa Monica Pier ist richtig schön. Sobald ihr die Hochhäuser hinter euch lasst, kommt ihr an einen malerischen, weißen Sandstrand und könnt das Meeresrauschen und die Geräusche des Rummels auf dem Pier hören. Ein süßes Riesenrad ragt in die Luft und abends erhellen die bunten Lichter des Jahrmarkts die Nacht. Es ist der perfekte Ort, um am Strand entlang zu schlendern und alles andere zu vergessen. Mein Tipp ist, abends hinzugehen und den Sonnenuntergang zu bestaunen! Übrigens endet die Route 66 hier auf dem Santa Monica Pier.

Von dort aus könnt ihr in Richtung Venice Beach schlendern, wo ihr das typische kalifornische Bild vom Sandstrand mit meterhohen Palmen genießen könnt. Während der Santa Monica Pier ein tolles Reiseziel für Familien ist, ist dieser Strandabschnitt eher Ziel für viele junge Erwachsene und Pärchen. Es gibt zahlreiche Weed Shops, in denen auch wirklich viel los ist. Was uns hier besonders fasziniert hat, war die unglaubliche Street Art in der Gegend. An vielen Häusern zieren wundervolle Bilder und eindrucksvolles Graffiti die Wände. Sofort wird auch deutlich woher der Stadtteil „Venice“ seinen Namen bekam: Wie in Venedig findet ihr hier an jeder Ecke kleine Kanäle, in denen Boote schippern. Das sorgt für ein umwerfendes Bild – eine ganz klare Empfehlung!

Wenn ihr wirklich beeindruckende Street Art sehen wollt, müsst ihr einfach ins Art District fahren. Entweder schlendert ihr hier durch die Straßen und lasst euch von den bunten Gebäuden faszinieren oder ihr macht es wie wir und fahrt mit dem Auto im Distrikt umher und haltet Ausschau nach künstlerisch gestalteten Hauswänden. Besonders gut gefallen haben mir die „Angel Wings“ beim Cleveland Art Warehouse. Sie sind ein super schönes Fotomotiv! Wer Lust auf noch mehr Murals und gute Istagram-Spots hat, der wird auf der Melrose Avenue an fast jeder Hausecke fündig! Aber wundert euch nicht – die bekannte Einkaufsstraße ist wesentlich weniger glamourös als von uns erwartet.

Solltet ihr in einem ganz klassischen American Diner essen wollen, können wir euch NORMS Restaurant empfehlen. Die Filiale in der Slauson Avenue gibt es schon ewig und bei gemütlichem, urigem Ambiente könnt ihr hier all die klassischen, amerikanischen Gerichte essen, die ihr euch vorstellen könnt, wie Burger, Chicken Wings, Waffeln oder French Toast. Super lecker und richtig amerikanisch!

Hollywood Hills Forever

Wie versprochen erzähle ich euch jetzt nochmal ein bisschen mehr über das berühmte Hollywood Sign und vor allem vom perfekten Ort, um ein Bild damit zu machen!

Der legendäre Schriftzug in den Hollywood Hills wurde schon 1923 aufstellt, damals von einer Marklerfirma, die für die damals öde und abgelegene Region abseits von LA werben wollte. Ursprünglich stand dort „Hollywoodland“, doch in den 1940er-Jahren fingen die Buchstaben an zu verrotten und das H kippte um. 1949 wurde entschieden, das „Land“ zu entfernen und die „Hollywood“ Buchstaben zu restaurieren. Heute ist das Hollywood Sign eines der bekanntesten und beliebtesten Wahrzeichen in Los Angeles.

Am Canyon Lake Drive ist es nicht zu voll und ihr könnt relativ ungestört für das perfekte Foto posieren. Wichtig ist dabei nur, in Fahrtrichtung zu parken, da viele das nicht tun und daher ständig die Polizei kommt und Strafzettel verteilt. Wir dachten zunächst, dass es sicher nicht schlimm sei mal kurz ordnungswidrig zu halten und haben dann noch schnell umgeparkt, seid also vorsichtig!

Ruhe, Abgeschiedenheit, Natur… das alles sind wahrscheinlich nicht die ersten Dinge, die euch in den Sinn kommen, wenn ihr an die Millionenstadt Los Angeles denkt. Allerdings findet ihr all das im „Lake Shrine“ . Auf dem großen Gelände der Self Realization Fellowship könnt ihr im Meditationsgarten zur Ruhe kommen – genau das Richtige nach ein paar eindrucksvollen, schnellen und lauten Tagen in LA. Es ist der perfekte Ort um auf einer der vielen Bänken zu entspannen und beim Beobachten der süßen Enten und Schildkröten einfach ein mal runterzukommen. Bei einem Spaziergang durch die Pflanzenwelt könnt ihr die bunte Blumenpracht bestaunen und es gibt sogar einen traumhaft schönen Wasserfall! Der Eintritt ist komplett kostenlos.

Der Garten liegt übrigens am Rande der Stadt und bietet sich als Zwischenstopp an, wenn ihr gerade auf dem Weg nach Malibu seid – unserem nächsten Ziel.

 

Sonne, Strand und Malibu

Mein absoluter Lieblingsstrand liegt im wunderschönen Malibu. Ich weiß gar nicht, was ich mehr empfehlen kann: Der Strand am Malibu Pier und der Zuma Beach sind beide einfach traumhaft! Ewig langer weißer Sandstrand, auf dem sich die Besucher verteilen und der durch seine Größe nicht so überfüllt wirkt und dazu das strahlend blaue Meer und der blaue Himmel… Es ist einfach die perfekte Location für einen ausgiebigen Strandspaziergang.

Der Pier in Santa Barbara wird auch „Stearns Wharf“ genannt und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Er wurde bereits 1872 erbaut und ist der perfekte Ort, um die Sonne zu genießen und bei einer salzigen Brise den unglaublich blauen Pazifik zu bestaunen. Egal ob ihr nach Souvenirs, Eiscreme oder einem leckeren Abendessen sucht – beim Wharf seid ihr genau richtig. Die Gegend ist wunderschön und hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich hier gerne einen entspannten Strandtag verbracht. Mein Highlight war es auf jeden Fall, die Pelikane zu beobachten, wie sie Formationen bildeten und durch die Lüfte flogen, während im Hintergrund die Sonne unterging und den Abendhimmel orange einfärbte.

Seehunde sind einfach zum Verlieben – wie sie im Wasser herumtollen oder faul in einer ruhigen Ecke liegen! In Monterey beim Old Fisherman’s Wharf haben die Tiere die Sonne genossen und waren total zahm – manche von ihnen haben sich ganz schön nah an die Menschen herangewagt. Auch der Steg selbst ist wunderschön und perfekt zum Bummeln. Für uns war es ein schöner kleiner Zwischenstopp, bevor wir uns auf zur letzten Etappe unserer Reise machten.

Es ging über den Highway One an der Küste entlang in Richtung San Francisco. Schon während der Fahrt war es wunderschön die kleinen Buchten, Leuchttürme und Felsen vorbeiziehen zu sehen. Wenn ihr jetzt noch Tipps für San Francisco lesen möchtet, findet ihr hier den Blogbeitrag unserer Kollegin.

Wenn ihr nun auch Lust auf einen Reise in die USA habt, schaut doch mal bei unseren Reiseangeboten vorbei und lasst euch inspirieren.

Bis bald,

Sabine Pasch | Profi für Grafik und Andreas Kandzia | Reiseprofi für Osteuropa