Über den Wolken auf dem höchsten Berg Deutschlands


Stell dir vor, du stehst auf dem höchsten Berg des Landes. Der Wind weht dir um die Nase, die Luft ist frisch und soweit das Auge reicht, siehst du schneebedeckte Berge – aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz! Dieser atemberaubende Ausblick hat sich mir auf der Zugspitze geboten.

Im September letzten Jahres habe ich eine viertägige Tour durch Oberbayern gemacht, um das Bundesland und die Region etwas besser kennenzulernen. Neben meinem Abenteuer auf der Zugspitze will ich euch auch von wunderschönen Seen, malerischen Orten und kulinarischen Köstlichkeiten mit witzigem Namen erzählen und hoffe, dass ihr den ein oder anderen Tipp für eure Reise nach Bayern mitnehmen könnt.

Der Starnberger See, der auch liebevoll die „Badewanne Münchens“ genannt wird, ist nur 25km von der Landeshauptstadt entfernt und gerade im Sommer ein beliebtes Ziel für alle – Groß oder Klein, Einheimische wie Touristen. An meinem Anreisetag habe ich in der Gegend einige Hotels besichtigt und dies war einfach der perfekte Ort, um eine Mittagspause zu machen. Bei wundervollem Wetter habe ich auf dem Steg gesessen, die Sonne genossen und entspannt.

Deutlich kleiner und überschaubarer als der Starnberger See, aber mindestens genauso empfehlenswert ist der Kochelsee. Er liegt am Rand der Bayrischen Alpen, von Bergen umgeben, was für eine unglaubliche Aussicht sorgt. Überall um den See herum wachsen Bäume und das viele Grün war während meines Aufenthalts durchzogen von den ersten herbstlichen Blättern in strahlend bunten Farben – einfach wunderschön! Die malerischen Bootshäuser in Schlehdorf passen perfekt in die Atmosphäre und dienen als grandioses Fotomotiv. Kochel ist ein Kurort und bietet zahlreiche Freizeitangebote an, vom Schwimmen, Angeln und Tauchen bis hin zu Stand Up Paddeling oder Surfen ist hier sicher für jeden etwas dabei!

Habt ihr schon mal einen Scheiterhaufen gegessen? Hinter dem schrägen Namen verbirgt sich eine traditionelle Süßspeise aus altbackenen Semmeln, Eiern und Milch, die mit Äpfeln, Zimt, Zucker, Mandeln und Rosinen gefüllt und gebacken werden. Es ist einfach köstlich und genau das Richtige für Naschkatzen wie mich. Im Hotel Alpenblick in Ohlstadt könnt ihr die Spezialität probieren, während ihr im weitläufigem Hotelpark oder auf der sonnendurchfluteten Terrasse sitzt. Auf dieser konnte ich während einer Besprechung mit der Hoteldirektorin auch das grandiose Eis probieren. Das kann ich euch nur empfehlen, es war unglaublich fruchtig und lecker! Was ich besonders toll finde, ist, dass alle Zutaten, die in der Küche verwendet werden, aus der Region kommen – alles schmeckt einfach frisch und köstlich! Außerdem ist das Hotel auf Kneipp-Produkte spezialisiert, falls ihr etwas für eure Gesundheit und zur Entspannung tun wollt. Die Umgebung rund um das Hotel lädt zum Spazieren oder Walken ein, durch die saftig-grüne, ländliche Natur und vorbei an der ein oder anderen grasenden Kuh.

Einen ersten Eindruck von meiner Zeit auf der Zugspitze habe ich euch ja schon am Anfang geschildert. In beinahe drei Kilometern Höhe begebt ihr euch, wenn ihr die Spitze des Berges erklimmt. Diese Vorstellung war mir zunächst nicht so geheuer – eigentlich habe ich Höhenangst! Doch ich nahm all meinen Mut zusammen, kaufte mir ein Ticket und stieg am Zugspitzbahnhof in Garmisch in die Zahnradbahn. Dann ging es ganz hoch hinaus und ich wurde mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Meiner Meinung nach sollte jeder einmal auf der Zugspitze gewesen sein. Oben angekommen kann ich euch empfehlen, bei einer der spannenden Führung über die Technik der Gondeln und der Bahn mitzumachen. Außerdem lassen sich natürlich wunderschöne Fotos schießen! Durch das grandiose Wetter war die Aussicht perfekt – überall malerische Berge, bedeckt von Schnee, der in der Sonne glitzerte. Damit auch ihr eine tolle Aussicht genießen könnt, bietet die Zugspitze auf ihrer Webseite eine ausführliche Wettervorhersage – sogar mit „Weitblickangabe“ 🙂

Wenn ihr, unten wieder angekommen, in Garmisch durch die Straßen schlendert, könnt ihr euch von den süßen Häusern und der beeindruckenden Architektur verzaubern lassen. Rund um den Ort könnt ihr das atemberaubende Panorama, das die Berge im Zusammenspiel mit der Natur bilden, bestaunen. Einfach traumhaft!
Nachdem ihr euch in einem der vielen Restaurants oder Cafés gestärkt und entspannt habt, solltet ihr außerdem die Alte Kirche besuchen. Ihr eindrucksvoll gestalteter Kirchturm reicht sieben Meter in die Höhe und da sie bereits in 1130 erbaut wurde, birgt sie einiges an Geschichte. Das Innere der Kirche begeistert mit einem barocken Hochaltar und gotischen Glasmalereien. Und schaut doch nur, wie wunderschön die Häuser mit ihren bunten Bemalungen aussehen!

Ganz verzaubert hat mich der Charme von Oberammergau. Hier habe ich einen lieben Kunden getroffen und gemeinsam sind wir durch die Straßen geschlendert und haben die einzigartigen Lüftlmalereien an den Häusern bewundert und viele tolle Fotos geschossen. Zur Stärkung ging es für uns ins Ammergauer Maxbräu, ein typisch rustikales Lokal mit unglaublich gutem Essen. Ich kann auch vor allem die cremig-würzigen Käsespätzle aus Ammergauer Käse mit Röstzwiebeln empfehlen! Dazu ein Bier und ihr habt das perfekte, traditionell bayrische Abendessen.

Berühmt ist Oberammergau vor allem für die Passionsfestspiele. Als in 1632 die Stadt von der Pest heimgesucht wurde, gelobten die Bewohner alle zehn Jahre die Passionsspiele über das Leiden Jesu Christi aufzuführen, wenn sie fortan von der Pest verschont würden. Bis heute wird diese Tradition fortgeführt und in 2020 gibt es die Festspiele erneut. Schaut doch mal beim Spielplan vorbei und überlegt, ob ihr Oberammergau zu diesem besonderen Anlass besuchen wollt.
Für mich ist die Stadt aber immer einen Besuch wert, alleine auf Grund der Architektur und der Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen. Uns hat es ganz spontan privat zu einem Metzger verschlagen, wo wir zu Schokolade, Bier und Wein eingeladen wurden, was für einen unvergesslichen Abend sorgte. 

Leider war meine Zeit in Oberbayern viel zu schnell auch schon wieder vorbei. Gerne wäre ich noch länger geblieben und es wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass es mich in die Gegend gezogen hat. Auf der Rückreise konnte ich einen Zwischenstopp einlegen und das Ulmer Münster besichtigen. Davon will ich euch unbedingt noch erzählen, weil ich es wirklich unglaublich fand. Es ist die Kirche mit dem höchsten Kirchturm der Welt, habt ihr das gewusst? Die spätgotische Baukunst ist einmalig und hat mich total in ihren Bann gezogen. Die mittelalterliche Kirche, die im 14. Jahrhundert erbaut wurde, ist nahezu vollständig erhalten. Ihr könnt bei unterschiedlichsten Führungen mitmachen, um das Münster etwas besser kennen zu lernen: von Gruppen- über Familien- bis hin zu meditativen Führungen mit Gedichten und Stille, ist hier alles dabei. Wenn ihr es etwas sportlicher mögt, könnt ihr auch die 768 Stufen erklimmen und aus rund 160 Metern Höhe die Aussicht über Ulm genießen. Mit etwas Glück und gutem Wetter seht ihr von hier sogar die Alpenkette!

Wenn ihr nun Lust bekommen habt einmal selbst mit eurer Gruppe ins schöne Bayern zu reisen, schaut doch mal in unsere Reiseideen.

Bis bald,
eure Steffi Träger | Profi für Vertriebsinnendienst Nord