Frankfurt – Mainhatten und Fachwerkhäuschen


Ganz spontan haben meine Kollegin und ich letztes Jahr an Fronleichnam entschieden, den Feiertag zu nutzen, um einen Ausflug zu machen. Nach kurzem Überlegen stand auch unser Ziel fest – Frankfurt.

Für uns Mittelhessen ist die Metropole nur einen Katzensprung entfernt und ich glaube, oftmals wird sie unterschätzt; Frankfurt hat deutlich mehr zu bieten, als nur Shopping auf der Zeil! Mir gefällt vor allem, dass die Stadt so extrem vielseitig ist. Nirgendwo sonst in Deutschland sind Hochhäuser im Stadtzentrum erlaubt und wenn man durch das Bankenviertel läuft und all die Wolkenkratzer sieht, versteht man, wie die Stadt zu ihrem Spitznamen „Mainhatten“ kam.

Im letzten Jahr sind wir als SERVICE-REISEN Team beim J.P. Morgan Lauf mitgelaufen. Das war wirklich ein ganz besonderes Erlebnis. Zwischen den riesigen Wolkenkratzern, die sich hoch in den Himmel erstrecken, fühlt man sich ganz klein. Beim J.P. Morgan Lauf walken oder joggen tausende Menschen durch verschiedene Großstädte und mit so einer Menschenmasse durch Frankfurt zu laufen war eine total coole Erfahrung. Allerdings läuft man nicht nur durch das Bankenviertel, sondern durch die komplette Innenstadt mit ihren breiten Alleen und normalen Wohnvierteln.

Mein Tipp für einen Ausflug in Frankfurt ist eine Schifffahrt über den Main! Wir waren mit der Köln Düsseldorfer Rheinschifffahrt unterwegs und konnten einige Sehenswürdigkeiten und natürlich die imposante Frankfurter Skyline vom Wasser aus beobachten. Für nicht mal zehn Euro kann man hier die einstündige Rundfahrt genießen und vor allem, wenn ihr Frankfurt noch nicht so gut kennt und euch erstmal einen Überblick verschaffen möchtet, ist das wirklich die beste Art.

Für uns ging es dann weiter in die Altstadt. Zwischen Römer, Dom und Paulskirche gibt es richtig viel zu entdecken. Wir konnten außerdem, als ganz besonderes Erlebnis, die Fronleichnamsprozession miterleben. Zwar bin ich selbst nicht wirklich religiös, aber ich fand es spannend zu sehen, wie viele Leute hier zusammenkamen um den Tag miteinander zu feiern. Außerdem sah die ganze Prozession, mit Weihrauch und Festzug, beeindruckend aus.

Das Highlight für uns war aber die „neue Altstadt“! Was zunächst klingt wie ein Widerspruch in sich, ist in Wirklichkeit ein jahrelanges Projekt, das vor kurzem abgeschlossen wurde. Unter dem Motto „Wir holen uns unsere Altstadt zurück“ stehen hier lauter historische Häuser in verschiedenen Baustilen der letzten Jahrhunderte – im kompletten Kontrast zum Bankenviertel. Einige wurden originalgetreu komplett nachgebaut, manche sind Neubauten. Die Mischung passt so irre zusammen, da strahlen die Fachwerkhäuser einen ganz besonderen Charme aus. Am besten gefiel mir ein rotes Fachwerkhaus, dessen Wände von bunten Schnörkeln durchzogen sind. Unter dem Namen „Hereinspaziert in Frankfurts neue Altstadt“ gibt es auch bei SERVICE-REISEN ein Angebot um die neue Mitte Frankfurts zu erkunden.

Vom Römer aus sind es nur wenige Meter zu Fuß über den Eisernen Steg und schon ist man Sachsenhausen. Dieser Stadtteil Frankfurts ist bekannt für seine Apfelweinwirtschaften und etwas für alle, die eher die urige, rustikale Seite der Stadt erleben wollen. Im Struwwelpeter haben wir ganz traditionell einen Äppelwoi getrunken und „Grie Soß“ gegessen. Das Lokal ist wunderschön eingerichtet und man fühlt sich irgendwie in eine ganz andere Welt versetzt. Alles ist farbenfroh eingerichtet und versprüht eine freundlich-fröhliche Atmosphäre. Die traditionellen Bembel (Apfelweinkrüge) stehen überall und wenn ihr mit dem Wetter so viel Glück hat wie wir, könnt ihr super draußen sitzen. Auf jeden Fall ein Geheimtipp!

In Frankfurt gibt es übrigens sogar einen Grüne-Soße-Tag, der dieses Jahr am 06.06. stattfindet und bei dem in Schulen, Betrieben und Restaurants überall Grüne Soße auf dem Speiseplan steht, mit dem Ziel einen Weltrekord aufzustellen. Das wird erreicht, wenn in Frankfurt an diesem Tag 231.775 Portionen des Gerichts verspeist werden. Gleichzeitig wird damit auch Geld gesammelt um lokale soziale Projekte und Organisationen zu unterstützen. Also kommt im Juni nach Hessen und testet diese leckere hessische Leibspeise selbst. 😀

Nach Frankfurt kann man eigentlich immer reisen, aber wenn man den Besuch mit einem besonderen Event verbinden will, würden wir den Rheingauer Weinmarkt empfehlen. Dieser findet in 2019 vom 28.08. bis 06.09. statt und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Auf der „Fressgaß'“ gibt es etwa 25 Ständen, die Wein und Sekt verkaufen – insgesamt über 600 Sorten! Dazu gibt es eine Art Food-Festival mit einer riesigen Auswahl von traditionellem und internationalem Essen.

Ebenfalls ein guter Grund nach Frankfurt zu fahren ist der Weihnachtsmarkt. Wunderschöne Lichter, viele Stände, Weihnachtsmusik und dazu ein Glühwein mit traditionellem Bethmännchen – da ist Weihnachtsstimmung garantiert! Wer sich das nicht entgehen lassen will und den Weihnachtsmarkt auch gerne mit einer Schifffahrt verbinden würde, dem kann ich das Angebot „Glü(h)cklich auf dem Adventsschiff“ von SERVICE-REISEN für die eigene Gruppenveranstaltung empfehlen.

Wir statten Frankfurt auf jeden Fall immer wieder gerne einen Besuch ab, im Sommer wie im Winter, und wünschen euch viel Spaß dabei, selbst die Stadt zu erkunden!

Bis bald,
Steffi Träger | Profi für Kundenbetreuung & Annette Dunkelberg | Profi für Skandinavien