Entlang der Elsässer Weinstraße


Ein Wochenendtrip ins Elsass – und das für die Schule. Geht es besser? 

Den Auftakt machte Straßburg, denn diese weltoffene Stadt hat so viel zu bieten – die wunderschönen Häuser aus dem Mittelalter sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre in der Altstadt, und neuere Stadtteile sind ganz modern gestaltet, wie zum Beispiel rund um’s europäische Parlament. Außerdem kann man alles sehr gut zu Fuß erreichen und so waren wir zuerst mal einige Zeit einfach nur bummeln und haben den elsässischen Charme der Stadt auf uns wirken lassen. 

Noch besser geht das übrigens vom Wasser aus. Macht auf jeden Fall eine Bootsfahrt auf der Ill! Hier haben wir Straßburg von seiner ganz besonderen Seite erlebt: Ihr fahrt gefühlt einmal um den Altstadtkern und mit dem Audioguide werdet ihr mit allen wichtigen Infos über die Stadt versorgt. Profi-Tipp: Plant die Bootsfahrt, wie wir, auf den Abend, denn so seht ihr überall die tausend Lichter der Großstadt – eine richtig romantische Stimmung.
Natürlich verläuft keine Reise ohne Pannen… Eine Mitreisende hat ihre Tasche mit all ihren Wertsachen auf dem Boot vergessen – und das erst gemerkt, als das Boot gerade wieder abgefahren ist. 🙈 Zum Glück war das Personal an der Information total lieb und hat ihr geholfen, ihre Tasche wieder zurückzubekommen.

Kulinarisch gesehen muss man im Elsass natürlich den Flammkuchen probieren! Das haben wir in Strassburg auch direkt gemacht. Den gibt es klassisch mit Speck und Zwiebeln, aber auch in ausgefalleneren Varianten, wie zum Beispiel mit Garnelen. Besonders toll fanden wir auch die süßen Flammkuchen mit Äpfeln und Zimt zum Dessert 🙂 Zusammen mit einem leckeren Wein wird Flammkuchen hier auf jeden Fall nicht langweilig. Am besten sucht ihr euch ein Plätzchen in einem der zahlreichen Straßencafés und -restaurants und beobachtet entspannt beim Essen das geschäftige Treiben vorbeikommender Passanten. 

Frankreich und Wein, das gehört einfach zusammen, das ist uns allen bekannt. Daher ist es wenig verwunderlich, dass Wein auch hier ein wichtiges Thema ist – vor allem wegen der Elsässer Weinstraße. Wir haben eine halbtägige Tour von Strassburg nach Riquewihr auf der Weinstraße gemacht und das war unfassbar schön, nur leider viel zu kurz. Am besten macht ihr eine ganztägigen Fahrt von Freiburg bis Colmar, denn da könnt ihr den Zauber des Elsass perfekt wirken lassen.

Riquewihr ist eine süße, kleine Stadt mit nur ca. 1200 Einwohnern, aber einer einzigartigen Altstadt, die mit Sicherheit auch das mittelalterliche Städtchen in „Die Schöne und Das Biest“ inspiriert hat. Einen Besuch können wir wirklich jedem nur empfehlen – beim Spaziergang durch die engen Straßen mit dem alten Kopfsteinpflaster fühlt man sich in der Zeit zurückversetzt: Dicht an dicht stehen die gut erhaltenen, gemütlichen Fachwerkhäuser aber mit einem modernen Twist, denn die Einwohner haben mit Enthusiasmus die Fassaden farbenfroh gestaltet. Wir besichtigten hier auch den Weinkeller Dopff Au Moulin. Der Winzer gab uns eine Kellerei-Führung und natürlich konnten wir auch mal probieren. Zwischen zwei verschiedenen Gewürztraminern, einem Rotwein und zwei Sekt-Sorten, war mein Favorit der süße Gewürztraminer. Aber auch ohne Kostprobe hat mir die Führung sehr gut gefallen, denn das Winzerpärchen hat bei der Präsentation wirklich ganze Arbeit geleistet – mit persönlichen Erklärungen, einem Kurzfilm und Schautafeln haben wir so viel gelernt, ohne dass die Ansprache irgendwann meine Aufmerksamkeit verloren hätte. Da haben wir auch etwas über’s Präsentieren mitnehmen können. 😀

Wie schon erwähnt, wenn man im Elsass ist, gehört Flammenkuchen dazu und so waren wir neugierig, ob er in Riquewihr besser schmeckt als in Strassburg. Beim Schlendern durch die kleinen Gässchen sind wir auf das Au Relais de Riquewihr gestoßen, in dem wir zum ersten Mal gesehen haben, dass ein Flammenkuchen wie eine 4-Käse-Pizza im Belag geviertelt wurde. Ich fand das richtig cool und wir haben uns entschlossen, das auszuprobieren. Es war unfassbar lecker. Egal, ob ihr mittelalterliche Kleinstädte mögt oder nicht – bei einem Besuch in Riquewihr ist dieser Flammkuchen mein heißester Tipp! Sogar noch vor den leckeren Macarons, die es hier frisch gebacken an jeder Ecke gibt. Das Restaurant ist auch so urig und vor allem stilvoll eingerichtet, am liebsten wäre ich da noch ’ne Weile länger sitzen geblieben.

Eine positive Überraschung für uns Jung-Profis war auch, dass total viele Leute englisch und viele sogar deutsch gesprochen haben. Das Elsässisch klingt wie eine lustige Mischung aus französisch und dem deutschen Dialekt um Freiburg, dem Alemannischen. Alle waren außerdem super lieb und total gastfreundlich! Das einzige, was bei uns nicht so ganz mitgespielt hat, war das Wetter. Wir sind Ende Oktober gefahren und hatten leider viel Regen. Unsere Empfehlung wäre es daher, die Reise im Frühling oder Sommer anzutreten. 😉

Für Colmar hat unsere Zeit leider nicht mehr gereicht. Bei meiner nächsten Elsass-Tour ist sie jedoch mit im Programm, denn immerhin heißt die Stadt auch Klein-Venedig – das, in Kombination mit der typisch elsässischen Bauweise, kann einfach nur wunderschön sein. Stellt euch doch nur diese Fachwerkhäuser vor, die fast ganzjährig mit blühenden Balkonkästen geschmückt sind, und dann noch direkt an einem kleinen Kanal stehen. Im Frühling oder Sommer bei Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen ist das sicher einfach traumhaft.

Wir haben die Reise im Rahmen eines Marketing-Projekts selbst erarbeitet und bieten diese jetzt auch (fast) genau so bei SERVICE-REISEN an. Wenn euch die Erzählungen von unserem Urlaub also gefallen, könnt ihr mit eurer Gruppe das Gleiche erleben!

Wir wünsche eine gute Reise!

Sophie Grün und Dana Obladen | Jung-Profis