Leipzig – meine Herzensstadt


Während der letzten Jahre hat es mich immer wieder nach Leipzig verschlagen und auch im letzten September konnte ich vier Tage mit einer Kollegin in der schönen Stadt verbringen.

Schon vorher habe ich mich total darauf gefreut. Die Studentenstadt hat einfach eine tolle, richtig junge Atmosphäre und diesen ganz besonderen Leipziger Flair.

Obwohl ich schon so häufig in Leipzig war, gibt es doch immer wieder neues zu entdecken. Dieses Mal konnte ich die Oper besuchen und sogar einen Blick hinter die Kulissen werfen. Wir haben hier zum Beispiel die Garderobe und den Orchestergraben angesehen. Es war wirklich ein tolles Erlebnis, voller bunter Kostüme und toller Eindrücke!

Wir hatten außerdem das große Glück, dass wir in Leipzig waren, als gerade eine ganz besondere Aufführung im Gewandhaus stattfand. Das Gewandhausorchester Leipzig führte zusammen mit der Staatskapelle Dresden ein Konzert im Namen „Klassik gegen Fremdenhass“ auf. Die Musiker kamen aus insgesamt zwanzig verschieden Nationen und sorgten gemeinsam für ein tolles Erlebnis mit wichtiger Message. Das Orchester spielt wirklich klasse und ist absolut empfehlenswert!

Doch auch im Schumann Haus kommen Klassik-Fans auf ihre Kosten. Das ehemalige Wohnhaus von Clara und Robert Schumann, wurde 1838 erbaut und in den letzten Jahren renoviert und zu einem Museum samt Konzert-Locations umfunktioniert. Am Wochenende ist es auch für Familien ein tolles Ausflugsziel, da es einen ganz besonderen Spielplatz, den SpielHÖRplatz und einen Klangraum gibt, in dem man Geräusche, Musik und Klang erforschen und erleben kann. Im Museum kann man sich die früheren Wohnräume der Schumanns anschauen und es gibt Führungen und Audioguides, die extra für Kinder und Jugendliche erstellt wurden.
Im Schumann-Saal, der total schön aussieht, finden Konzerte statt, die sich meist speziell um die Kompositionen der Schumanns drehen.
Auch ich hatte die Möglichkeit mir eine Führung und ein Konzert anzuschauen und fand es richtig schön.

Neben Kultur hat Leipzig auch kulinarisch einiges zu bieten. Wer nach einem ganz besonderem Erlebnis sucht, sollte das Restaurant im Panorama Tower besuchen. Der Turm gilt mit seinen 142,5 Metern als eines der Wahrzeichen der Stadt und bietet, wie ihr euch sicher vorstellen könnt, einen unglaublichen Ausblick über Leipzig. Im 30. Stock könnt ihr das Restaurant „Plate of Art“ besuchen, welches mit 120 Metern Höhe das höchstgelegenste Lokal Mitteldeutschlands ist. Hier kann man abends auch schön etwas trinken und die Lichter der Stadt bewundern. Selbst wenn ihr das Restaurant nicht besuchen wollt, müsst ihr auf die Aussicht nicht verzichten. Es besteht auch die Möglichkeit nur die Aussichtsplattform in der 31. Etage zu besuchen.

Speisen wie Goethe – das geht in Auerbachs Keller! Dieser zählte schon im 16. Jahrhundert zu den beliebtesten Weinlokalen der Stadt und wurde inzwischen zu einer wahren Touristenattraktion umgestaltet. Neben dem Restaurant „Großer Keller“ gibt es hier auch historische Weinstuben und die „Mephisto Bar“, an der man teuflische Drinks zu sich nehmen kann.
Mir persönlich war es nur leider etwas zu voll.

 

Mein alternativer Vorschlag für ein gutes Mittagessen ist das Restaurant Johann S.. Das ist deutlich weniger überladen und eher ein Geheimtipp. Ich war wirklich begeistert von der frischen, regionalen Hausmannskost und habe hier eine total leckere Suppe gegessen. Ich kann es sehr empfehlen, und auch die Preise sind günstiger als bei den Restaurants, die ich euch vorher vorgestellt habe.

Das Johann S. liegt übrigens direkt gegenüber der Thomaskirche. Diese ist die letzte Ruhestätte von Johann Sebastian Bach, der Kantor in der Thomaskirche war (daher auch der Name des Restaurants). Die Kirche ist von außen und innen wunderschön und auf jeden Fall sehenswert! Die alten Mauern haben seit dem Bau in 1212 sehr viel Geschichte miterlebt – 1539 predigte Martin Luther zur Einführung der Reformation in der Kirche und sowohl Mozart als auch Felix Mendelssohn Bartholdy spielten während ihrer Zeit Konzerte auf der Orgel. Nachdem die Kirche im zweiten Weltkrieg bombardiert wurde, konnte sich 1990, nach der deutschen Wiedervereinigung, vollständig restauriert und mit ihrer neuen Bach-Orgel ausgestattet werden. Seit fast 800 Jahren gibt es außerdem den Thomanerchor und falls ihr das Glück haben solltet die Kirche während einer Chorprobe zu besichtigen, werdet ihr von dem Gesang sicherlich genauso begeistert sein wie ich!

Nachdem man die Stadt erkundet hat, sollte man abends auf jeden Fall nochmal im Barfußgässchen vorbeischauen! Die Kneipenstraße ist einer meiner absoluten Lieblingsorte und keine Reise nach Leipzig ist komplett, ohne dass ich ihr einen Besuch abstatte. Egal ob bei einem Bier, Wein oder Cocktail und egal ob in einer der Kneipen oder draußen auf der Gasse selbst, hier ist es einfach schön. Ganz besonders ist auch, dass hier eigentlich immer auch Live-Musik erleben kann. Man spürt richtig das junge Feeling der Stadt, trotz all seiner Historie und kann hier richtig toll feiern!

Ich hoffe, dass ich euch eine meiner Lieblingsstädte mit diesem Reisebericht etwas näher bringen konnte und dass ihr Leipzig jetzt vielleicht selbst mal einen Besuch abstatten werdet.

Auf bald!

Steffi Träger I Profi für Vertrieb Deutschland