Zwischen Mangroven und Filmkulissen


Dieses Jahr haben wir unsere Osterferien genutzt, um einen Traum in Erfüllung gehen zu lassen – wir sind nach Thailand geflogen!
Freunde von uns haben schon öfter von diesem Land geschwärmt, so kamen wir erst auf die Idee. Dass es eine der Fernreisedestinationen mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis ist, hat uns als Jungprofis natürlich besonders gefallen.

Per Direktflug ging es in elf Stunden von Köln nach Phuket und hier kommen auch schon unsere ersten Tipps für euch: Wenn ihr nach diesem langen Flug erschöpft in Puhket ankommt, erwartet euch an der Passkontrolle eine lange Warteschlange in einem nicht klimatisierten Flughafen. Stellt euch also schon mal darauf ein und bringt etwas Geduld mit. Wir mussten drei Stunden warten, bis wir einreisen durften. Auf dem Rückweg waren die Kontrolleure übrigens viel schneller! Nachdem wir dann durch die Grenzkontrolle  waren, wurden wir auch schon von einem Hotelmitarbeiter erwartet. Auch wenn die meisten Dinge in Thailand sehr günstig sind und wir tagsüber sicherlich auch noch so einen Transfer bekommen hätten, waren wir nach dem langen Flug doch sehr glücklich uns nicht direkt auch noch darum kümmern zu müssen. Die meisten Flieger kommen eh nachts an, also schaut, ob ihr euch nicht auch schon einen Transfer vorab buchen möchtet.

Wir hatten uns ein kleines Ressort in Khao Lak ausgesucht, das statt Zimmer Bungalows hatte, welche wie im Dschungel dekoriert waren. Zum Glück waren die Häuschen klimatisiert, denn bei Temperaturen um die 35°C und einer hohen Luftfeuchtigkeit, herrschte ein Klima wie in einer Sauna – obwohl wir im April da waren! Aber von März bis Mai scheint der thailändische Hochsommer zu sein, denn in den deutschen Sommermonaten setzt in Thailand die Regenzeit ein – wie wir später von Einheimischen erfahren haben.

Thailand ist ein richtiges „Abenteuerland“. Daher haben wir am nächsten Tag direkt einen Ganztagesausflug auf die umliegenden Inseln gemacht und durften vom Boot aus Schnorcheln gehen. Das ist total irre, die Fische sind so zutraulich! Wir hatten erwartet, dass sie alle vor uns wegschwimmen würden, wie man das aus Filmen kennt. Aber hier sind sie so an Menschen gewöhnt, dass alle Fische zu uns kamen. Das war echt cool!

Wenn wir schon einmal in Südthailand sind, dachten wir uns, nehmen wir auch die ganzen Klassiker mit: Elefantenreiten, Besuch eines Affentempels und Stelzendorfs, James Bond Island und auch Maya Bay, Kanufahren durch dichte Mangrovenwälder, Nationalpark oder auch nur mit dem Jeep in die nahgelegene Stadt Khao Lak. Generell haben wir in Thailand viele Drehorte besucht.

Die kleine Insel „James Bond Island“ – eigentlich Khao Phing Kan – verrät ja schon um welchen Film es sich handelt. Die Szene in „Der Mann mit dem goldenen Colt“, in der Roger Moore ganz cool auf der zerborstenen Felseninsel landet, lockt heute noch hunderte von Touristen an. Wir waren ehrlich etwas perplex, so viele Menschen dort anzutreffen. Wenn wir nicht bereits in Urlaubsstimmung gewesen wären, wäre der Ausflug sicherlich etwas anstrengend gewesen. Aber davon haben wir uns die Tour sicherlich nicht verderben lassen! Wie in einer kleinen Ameisenschlange ging es also den einzigen Weg zum Fels hinauf und auch wenn wir auf dem Weg nicht wirklich nach links und rechts schauen konnten, hat es sich, oben angekommen, doch wirklich gelohnt. Die Natur der Insel ist wirklich atemberaubend – auch mit einer Busladung voller chinesischer Touristen auf vielen Bildern. Da mussten wir uns eben ein bisschen strecken, um euch einen schönen Schnappschuss mitbringen zu können. 🙂

Im Stelzendorf – ein Dorf komplett auf Holzstelzen über dem Wasser – wurde die Klassenfahrt des zweiten Teils von „Fack yu Göhte“ gedreht.
Beim Insel-Hopping sind wir auch in Maya Bay vorbeigekommen und hier war es einfach genau so schön, wie man es von den Bildern kennt. Unfassbar! Hier wurde „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio gedreht und auch das lockt noch viele Touristen an. Wir haben wirklich alle Filmsets besucht, die wir vor Ort gefunden haben. 😀 Das Schöne an diesem Strand ist allerdings, dass es sehr viel mehr Platz gibt, damit sich alles etwas verläuft. Sicherlich hätten wir auch noch einen verlassenen Platz gefunden, um schöne ungestörte Fotos zu machen, ohne andere Menschen drauf. Aber bei den knappen 40°C mit einer extremen Luftfeuchtigkeit haben wir uns nur minimal bewegt. Zum Beispiel die Füße ins Wasser. Immerhin sind wir am Strand. 😀

Solltet ihr übrigens auch einen der legendären Affentempel besuchen wollen – davon gibt es einige – dann müsst ihr auf ein paar Dinge achten. Zum einen auf eure Kleidung! Es gilt als Zeichen des Respekts sich die Schultern zu bedecken, mindestens knielange Hosen oder Röcke anzuhaben und geschlossene Schuhe zu tragen (keine Zehen zeigen). Die Thais sind so höflich und gastfreundlich, dass man es ihnen hier ein wenig zurückgeben kann. In den Tempeln werden auch kleine Obsttüten verkauft, die man an die Affen verfüttern kann. Aber seid ja vorsichtig! Diese Affen sind verwöhnt und alles an Essen, was ihr habt, wird euch von ihnen abgenommen. Sie klettern einfach an euch hoch und bedienen sich schon mal an eurer Obsttüte – ganz selbstverständlich. Sobald ihr kein Futter mehr für sie habt, ziehen sie zum nächsten Touristen. Ganz schön clever.

Nach all den Erlebnissen müssen wir natürlich auch mal zur Ruhe kommen und die Tage auf uns wirken lassen. Am liebsten haben wir das am Strand vor unserem Ressort gemacht. In der schönsten Atmosphäre saßen wir kurz nach dem Abendessen mit einer frischen Kokosnuss am breiten weißen Sandstrand, Palmen direkt nach den Dünen und soweit das Auge über’s Meer reicht ein tiefroter Sonnenuntergang, der sich langsam in ein orange und letztlich lila verwandelt. Unglaublich schön. Von allem, was wir erlebt haben, wird uns das wohl am lebhaftesten in Erinnerung bleiben.

Abendessen gab es meist in einem der vielen Restaurants, die sich in unmittelbarer Nähe zum Ressort am Strand befanden. Wir waren immer wieder von den Preisunterschieden zu Deutschland überrascht. Ein drei-Gang-Abendessen mit Getränken kostete uns immer drei Euro! Von der Speisekarte haben sie sich für uns nicht sonderlich unterschieden, aber egal was wir probiert haben, es war sehr lecker. Wir waren schon etwas mutig und haben unterschiedliche unbekannte Gerichte der Thai probiert, die ja gerne viel und scharf kochen. Durch den Reis, der immer in allen Variationen dazu serviert wurde, konnten wir aber fast alles gefahrlos kosten – zum Glück. Als Andenken haben wir uns und unseren Lieben daheim auch mit Gewürzen eingedeckt. Alles wollten wir jedoch nicht probieren. Als sie uns im Stelzendorf frisch frittierte Seepferdchen anboten, die noch quicklebendig im Wassertank nebenan schwammen, brachten wir es einfach nicht über’s Herz.

Mit dem tropischen Klima kommen hier auch ganz andere Tiere vor. Wir haben uns ja auf vieles eingestellt. Was wir allerdings nicht ahnten, wie viele Geckos und Eidechsen es geben würde. Eines Abends kamen wir erschöpft zu unserem Bungalow und ausgerechnet auf dem Türknopf hatte es sich eine Eidechse gemütlich gemacht und bewegte sich keinen Millimeter! Ratet mal, wie lange wir vor der Tür standen 😀

Für unseren letzten Tag hatten wir eigentlich eine echte Thai-Massage geplant, aber wir hatten keinen Cent mehr. Unser gesamtes Budget war durch all die Aktivitäten, Souvenirs und das gute Essen aufgebraucht. Wir haben aber auch ordentlich was gesehen und unternommen und wenn man schon mal in Thailand ist, dann müssen wir doch die Gelegenheit am Schopf packen, oder? Tja, da müssen wir wohl noch mal wiederkommen 😉

Hoffentlich habt ihr jetzt auch Lust auf dieses wunderbare Abenteuerland bekommen.

Liebe Grüße

Eure Ann-Kathrin Sauer und Seline Schachta | Jung-Profis