Bonjour, Paris!


Ende April habe ich drei wunderschöne und aufregende Tage in der traumhaften Stadt Paris verbracht. Wir fuhren mit dem TGV von Frankfurt nach Paris und erreichten die Stadt der Liebe völlig entspannt in circa dreieinhalb Stunden.

In Paris angekommen schlenderten wir erst einmal durch das Marais Viertel, welches mein absolutes Lieblingsviertel ist. Im 16. und 17. Jahrhundert errichtete hier der französische Hochadel seine Stadtpaläste. Liebevoll wurde das Viertel restauriert und so das einmalig historische Erbe bewahrt. Ein Blick in die schön gestalteten Innenhöfe und die kleinen Parks lohnt sich besonders.

Anschließend besuchten wir das Picasso Museum, welches sich ebenfalls im Marais Viertel befindet und nach langer Renovierung Ende 2014 wieder seine Pforten öffnete. Ich war total überwältig von dem riesigen und zugleich mondänen Gebäude sowie von der Tatsache, dass Picasso nicht nur Bilder malte, sondern ziemlich viele Skulpturen herstellte – wirklich beeindruckend! Ein Besuch ist auf jeden Fall ein Muss!

Nach den vielen kulturellen Eindrücken mussten wir uns erst einmal „ a la francaise“ mit einem Espresso und einem Stück Kuchen in einem hübschen Café um die Ecke stärken – hmmm lecker! Nach der kleinen Pause ging es zurück ins Hotel, um uns schick für den Abend zu machen – wir hatten ja schließlich Großes vor. Auf unserem heutigen Abendprogramm stand eine Dinnercruise bei Capitaine Fracasse. Die Fahrt ging nur wenige Meter vom Eiffelturm entfernt los – ich kann euch sagen, eine wirklich traumhafte Kulisse! Als alle an Bord waren, hieß es „Schiff ahoi“ und das Boot setzte sich in Bewegung. Das Abendessen war gigantisch lecker und erst der Ausblick – einfach fantastisch. Wo erhält man sonst während eines Abendessens ständig andere Eindrücke?

Was wäre Paris ohne ein Besuch des Viertels Montmarte – gar nicht vorstellbar! Daher ging es am nächsten Tag für uns ins berühmte Künstlerviertel. Die Atmosphäre hier ist fast dörflich und irgendwie ziemlich idyllisch! Man hat nicht das Gefühl sich in einer Weltmetrople zu befinden. Wir schlenderten durch die kleinen Gassen und begaben uns auf die Suche nach Souvenirs für die Lieben zu Hause. In einer Confiserie wurden wir auch direkt fündig und kauften Macarons. Hierbei handelt es sich um ein Baisergebäck mit einer Cremeschicht. Die Farben reichen von lila und pink bis grün! Wenn ihr die leckeren bunten Süßigkeiten noch nie probiert habt, heißt es: ab nach Frankreich und zuschlagen 🙂 Nach unserem kleinen Shoppingabstecher stießen wir auf die atemberaubende Kirche Sacre Coeur. Die Basilika ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche, von welcher aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt hat. Im Sommer kann man auf der Treppe vor der Kirche herrlich den Abend mit einem Glas Wein ausklingen lassen und das Leben genießen! Da wir aber ein straffes Programm hatten, ging es für uns weiter in das Studentenviertel Quartier Latin. Hier befindet sich die berühmte Universität Sorbonne.

Wenn ihr Zeit habt, würde ich euch auf jeden Fall einen Abstecher in eine der zahlreichen Buchhandlungen empfehlen. Nach einem ausgedehnten Bummel durch das lebendige Viertel wartete ein wahres „spectacle“ im Cabaret Paradis Latin auf uns! Man erwartete uns zum Dinner und einer anschließenden Show. Das Essen war ein wahrer Gaumenschmaus und wir wagten uns sogar an eine französische Spezialität – Schnecken – ran. Wir waren ziemlich positiv überrascht von dieser Delikatesse und sind uns sicher, dass die kleinen Tierchen beim nächsten Frankreichbesuch wieder auf dem Speiseplan stehen. Nach dem Essen ging es dann auch schon mit der Show los – die atemberaubenden Kostüme, die Artistik und die Tänzer begeisterten uns völlig. Bei einem Einradfahrenden Künstler stockte uns dann völlig der Atem, denn er jonglierte mit einem Bein Kaffeetassen auf die jeweiligen Untertassen – einfach ein Phänomen!

Am nächsten Tag kurz vor der Heimfahrt entschieden wir uns noch für einen Spaziergang über den größten Friedhof von Paris, den Cimetière Pere Lachaise. Der Friedhof, auf welchem sehr viele berühmte Persönlichkeiten bestattet wurden, ist eine prächtige Parkanlage und ein ziemlich idyllischer Ort mitten im Großstadtdschungel. Die Grabstätte von Jim Morrison, dem berühmten Sänger der amerikanischen Rockband „The Doors“, berührte mich dabei besonders.

Nun mussten wir uns aber auch sputen um unseren Zug nicht zu verpassen. Wie ihr seht ist Paris immer eine Reise wert und es gibt so viel zu entdecken!

Liebe Grüße, eure Sarah Rode | Profi für Frankreich