Wer sind Alison, Natalie und Rebecca?


Pia-Marlen Veit, Senior SRG-Productmanager in unserer Großbritannien/Irland-Abteilung:

Es ist Donnerstag Morgen ca. 7 Uhr – ein kurzer Blick aus dem Fenster. „Na geht doch!“ Strahlend blauer Himmel, kein Regen. So kann es auch in Irland sein – und das im Januar!

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Nach dem Frühstück geht es zu Meetings mit Hotels in Dublin, es ruft die Arbeit. Vier Hotels später haben wir uns dann ein Mittagessen verdient! Eingeladen sind wir in der Teeling’s Destillerie in Dublin von einem langjährigen Freund meiner Kollegin. Mittags um 12 einen Whiskey! Lassen wir uns mal überraschen.

Das Merchants Quay Viertel ist aktuell total im Kommen, sagen einige Leute zu uns, als wir erzählen wohin unser Mittagsimbiss uns führt. An einem großen Markplatz, dem Newmarket, gelegen und ganz in der Nähe der St. Patrick’s Cathedral, thront der wunderschöne Eingangsbereich der Teeling Destillerie und zieht die Blicke auf sich. Was ich zuvor nicht wusste war, dass sich ganz in der Nähe der erbauten Destillerie auch die ursprüngliche befand. Im Jahr 1782 wurde sie in der Marrowbone Lane in Dublin erbaut und genau hier begann die Geschichte von Walter Teeling und seiner Whiskey Destillerie. Über 230 Jahre ist es nun her, dass sich die Gegend um die Marrowbone Lane auch „the Golden Triangle“ nannte – angelehnt an die hohe Zahl der Destillerien in einem Umkreis von rund einer Meile. Unglaublich, dass es damals über 37 Destillerien waren und heute gibt es nur noch eine einzige Destillerie in Dublin, die auch aktiv produziert.

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Als wir ankommen, erhalten wir eine private Führung von John durch die Destillerie, alles fängt mit einer ständig wechselnden Ausstellung zum Thema Whiskey an. So wird man sachte an das Thema herangeführt und kann sich schon mal einstimmen. Weiter geht es in die Produktionshalle – schon wenn sich die Tür öffnet, steigt einem der süßliche Geruch der Gerste in die Nase. Wundervoll! Aber es ist nicht nur der Duft der Gerste, der einen so beeindruckt, es sind die Aufbruchsstimmung und der Elan, die hier in der Luft liegen. Mir wird bewusst, dass es ein Unternehmen mit langer Tradition, das jetzt wieder neu durchstartet. Denn das 20. Jahrhundert war keine gute Zeit für den irischen Whisky. 1976 schloss die letzte Destillerie in Dublin ihre Pforten. Doch Gutes kommt immer wieder zurück: knapp 40 Jahre später haben nun Jack und Stephen Teeling das Erbe von Walter Teeling im Sommer 2015 wieder aufleben lassen. Es ist jetzt die einzige Destillerie in Dublin, die nicht nur als Museum dient, sondern sich in der Produktion befindet.

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Hier in der Teeling Destillerie gibt es Maschinengeräusche, Düfte und Menschen, die hier tatsächlich arbeiten, es ist richtig Action im Haus. Im 1. Stock sieht man, wie die einzelnen Zutaten zusammenkommen und auch den Destillierprozess an sich. Wer nun denkt, dass ich das Geheimnis um die drei Damen aus dem Titel lüfte, ist natürlich auf dem Holzweg – wer Alison, Natalie und Rebecca sind und welche Bedeutung sie für die Teeling Destillerie haben, muss wohl jeder selbst herausfinden. Nur so viel: sie tragen das meiste zu dem tollen und milden Geschmack des Whiskeys von Teeling bei!

Nach einem Einblick in die Lagerung der Whiskeyfässer und der verschiedenen Arten, die es gibt (ich meine wer weiß schon auf Anhieb, dass es Bourbon, Rum, Burgunder, Sherry, Port, Madeira und vieles, vieles mehr gibt?!), geht es weiter zur „Bang Bang Bar“. Auch diese Geschichte werdet ihr während eures Besuches erzählt bekommen, denn mit Sehenswürdigkeiten ist es wie mit Frauen … ein paar Geheimnisse muss man sich ja noch behalten.

Dann geht es weiter zur Bang Bang Bar. Ein Whiskey Tasting darf natürlich nicht fehlen – wir durften den Teeling Small Batch Whiskey mit einem American Craft Bourbon und einem Single Malt Scotch Whiskey vergleichen. Die Wahl fiel mir nicht schwer, denn irischer Whiskey ist einfach so weich und mild durch die dreifache Destillation. Bei den Gruppenführungen werden im Laufe der Tour stets ein paar Freiwillige gesucht, die dann anschließend in der Bar an der Probe teilnehmen dürfen. Die anderen Gäste gehen natürlich nicht leer aus – jeder bekommt entweder einen Whiskey auf Eis (oder ohne, wie man will) oder einen Whiskey-Cocktail.

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Nun, was soll ich sagen? Wir hatten beides – es war toll. Normalerweise werde ich schief angeschaut, wenn ich meinen Whiskey nicht pur trinke. Aber es ist unglaublich, was man alles aus diesem Whiskey machen kann … auch ohne als Kunstbanause zu gelten!

Es gibt übrigens eine ganze Reihe von Cocktails rund um den Whiskey, uns wurde der „Teeling Whiskey Old Fashioned“ serviert. Ich habe mir erklären lassen, dass dieser Cocktail quasi eine sommerlich karibische Hommage an die Rumfässer ist, in denen der Small Batch Whiskey reift. Das Rezept selbst ist aus dem Jahr 1806. Die Leute wussten wohl damals schon, was gut ist. Da ich ja nun nicht jedes Geheimnis für mich behalten kann, teile ich das Rezept dieses tollen Cocktails mit euch.

Teeling Whiskey Old Fashioned

2 Teile Teeling Small Batch Whiskey

1 Teil Clement Creole Shrubb (Orangen Likör)

½ Teil Ananas-Sirup

3 Spritzer Orangenbitter

2 Teile Wasser

 

Für die unter euch, die sich nach der Führung und der Probe nicht mehr von der Destillerie trennen können, habe ich noch zwei Tipps:

Die Destillerie stellt in ca. ein oder zwei Wochen einen großen Raum für Irische Abende fertig, in dem man toll Gruppen bewirten lassen kann. Auf der kleinen Bühne können irische Tänzer auftreten und dies macht den Abend zu einem einzigartigen Erlebnis.

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Wenn man den Abend nicht mehr frei hat, kann man auch zum Lunch in der Destillerie bleiben. Das hauseigene Restaurant bietet leckerste Speisen rund um den Teeling Whiskey. Apropos Essen: Nach unserer wundervollen Führung durch die Produktionsstätte des Teeling Whiskeys haben wir uns unser Beef Stew und die Pilz-Quiche redlich verdient. Das und noch viele andere tolle Reiseideen nach Dublin findet Ihr hier.